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Wie berechnet man den BMI?

Den BMI berechnet man, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat teilt. Die Formel lautet also: BMI = Gewicht (kg) / Größe (m²). Damit lässt sich bei Erwachsenen grob einordnen, ob das Gewicht eher im Bereich von Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht oder Adipositas liegt. Wichtig ist aber: Der BMI ist eine Orientierungshilfe und keine Diagnose.

Wenn Sie Ihren Wert schnell ausrechnen möchten, können Sie den BMI-Rechner für Erwachsene nutzen. Er ist für erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren geeignet und nimmt Ihnen die Berechnung direkt ab.

Die Formel: So berechnet man den BMI

Für die Berechnung brauchen Sie nur zwei Angaben:

  • Ihr Körpergewicht in Kilogramm
  • Ihre Körpergröße in Metern

BMI = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Metern × Körpergröße in Metern)

Das klingt technischer, als es ist. Sie multiplizieren zuerst Ihre Körpergröße mit sich selbst. Danach teilen Sie Ihr Gewicht durch dieses Ergebnis.

Schritt für Schritt erklärt

So berechnen Sie den BMI manuell:

  1. Wiegen Sie sich und notieren Sie Ihr Gewicht in Kilogramm.
  2. Messen Sie Ihre Körpergröße in Metern.
  3. Quadratieren Sie Ihre Körpergröße, also malnehmen Sie die Zahl mit sich selbst.
  4. Teilen Sie Ihr Gewicht durch diese Zahl.

Beispiel

Eine Person wiegt 70 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß.

  1. 1,75 × 1,75 = 3,0625
  2. 70 ÷ 3,0625 = 22,9

Der BMI beträgt in diesem Beispiel also 22,9.

Worauf Sie bei der Berechnung achten sollten

Damit der Wert möglichst sinnvoll ist, sollten Gewicht und Größe möglichst genau erfasst werden. Messen Sie Ihre Körpergröße ohne Schuhe und möglichst aufrecht. Das Gewicht bestimmen Sie am besten ebenfalls ohne Schuhe und in leichter Kleidung. Kleine Abweichungen können das Ergebnis verändern, besonders wenn Sie nahe an einer BMI-Grenze liegen.

Hilfreich sind dazu auch diese Beiträge: Wie wird der BMI berechnet?, Wie messe ich meinen BMI? und Wie misst man den BMI richtig?.

Wie wird das Ergebnis eingeordnet?

Bei Erwachsenen werden BMI-Werte üblicherweise in feste Bereiche eingeteilt. Diese Einteilung dient der groben medizinischen Orientierung:

BMI-Wert Einordnung bei Erwachsenen
unter 18,5 Untergewicht
18,5 bis 24,9 Normalgewicht
25,0 bis 29,9 Übergewicht
ab 30,0 Adipositas

Ein BMI von 22,9 liegt also im Bereich des Normalgewichts. Ein BMI von 27 liegt im Bereich des Übergewichts. Ein BMI von 17 spricht für Untergewicht. Der Wert zeigt damit, wie Ihr Gewicht im Verhältnis zu Ihrer Größe grob einzuordnen ist, aber nicht, wie gesund Sie insgesamt sind.

Warum die BMI-Berechnung nützlich ist

Der BMI ist deshalb so verbreitet, weil er einfach, schnell und ohne besondere Geräte berechnet werden kann. In der Medizin wird er oft als erster Anhaltspunkt verwendet, wenn das Gewicht eingeordnet oder gesundheitliche Risiken grob abgeschätzt werden sollen.

  • Er ist leicht zu berechnen.
  • Er ermöglicht eine schnelle erste Einschätzung.
  • Er betrachtet Gewicht und Größe gemeinsam.
  • Er ist im Alltag, in Arztpraxen und in der Gesundheitsvorsorge praktisch.

Wenn Sie tiefer in die Grundlagen einsteigen möchten, sind auch Was ist der BMI und wie wird er berechnet? und Was sagt der BMI aus? hilfreich.

Was der BMI nicht berücksichtigt

Die Berechnung ist einfach, aber genau darin liegt auch ihre Grenze. Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fettmasse, Muskelmasse, Knochenmasse und Wasseranteil. Deshalb kann derselbe BMI bei zwei Menschen etwas Unterschiedliches bedeuten.

Sehr muskulöse Menschen können einen höheren BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil nicht erhöht ist. Bei älteren Erwachsenen kann ein unauffälliger BMI Muskelabbau überdecken. Auch in der Schwangerschaft ist der BMI nur eingeschränkt aussagekräftig. Deshalb sollte der berechnete Wert immer im Zusammenhang mit weiteren Faktoren betrachtet werden, zum Beispiel mit Bauchumfang, Blutdruck, Blutzucker, Blutfetten, Bewegung und dem allgemeinen Gesundheitszustand.

Kann man den BMI auch ohne Rechner berechnen?

Ja. Mit Papier, Stift und einem einfachen Taschenrechner ist das problemlos möglich. Ohne Taschenrechner wird die Rechnung schnell etwas unhandlich, weil die Körpergröße zuerst quadriert und das Gewicht anschließend durch diese Zahl geteilt werden muss. Für die Praxis ist ein Online-Rechner deshalb oft bequemer und weniger fehleranfällig.

Falls Sie genau das suchen, lesen Sie auch Wie berechnet man den BMI ohne Taschenrechner?.

Wie berechnet man den BMI bei Kindern und Jugendlichen?

Die Formel ist bei Kindern und Jugendlichen grundsätzlich dieselbe. Das Ergebnis darf aber nicht wie bei Erwachsenen bewertet werden. Der Grund ist, dass sich normale BMI-Werte im Wachstum verändern und immer vom Alter und Geschlecht abhängen.

Deshalb braucht es bei Kindern und Jugendlichen eine alters- und geschlechtsspezifische Einordnung. Für diese Altersgruppe ist der BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche gedacht. Er ist für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren ausgelegt und unterstützt die passende Interpretation.

Wann sollten Sie den BMI ärztlich besprechen?

Eine medizinische Einschätzung ist sinnvoll, wenn Ihr BMI deutlich im Bereich von Untergewicht oder Adipositas liegt oder wenn zusätzliche Beschwerden bestehen. Das gilt zum Beispiel bei ungewolltem Gewichtsverlust, rascher Gewichtszunahme, Atemnot, starker Müdigkeit, Essproblemen oder bekannten Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schilddrüsenstörungen.

Dann sollte nicht nur die berechnete Zahl betrachtet werden, sondern Ihre gesamte gesundheitliche Situation. Der BMI kann ein guter Startpunkt sein, ersetzt aber keine individuelle medizinische Beurteilung.

Fazit

Den BMI berechnet man, indem man das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat teilt. Die Formel ist einfach und eignet sich gut für eine schnelle erste Einordnung bei Erwachsenen. Gleichzeitig bleibt der BMI nur ein Richtwert, weil er Körperbau und Körperzusammensetzung nicht vollständig erfasst. Am hilfreichsten ist der Wert deshalb, wenn man ihn zusammen mit weiteren Gesundheitsfaktoren betrachtet.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Weiterführende Artikel

Diese Beiträge helfen Ihnen, die BMI-Berechnung und ihre Aussage besser zu verstehen:

Quellen und medizinische Referenzen

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Medizinisch geprüft von Dr. med. Paul Kretz
Facharzt für Innere Medizin

Dr. med. Paul Kretz ist Facharzt für Innere Medizin mit langjähriger Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Übergewicht, Adipositas, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und weiteren Stoffwechselstörungen. Als diabetologisch qualifizierter Hausarzt beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Themen rund um Gewicht, Stoffwechsel und internistische Risikofaktoren.
Mehr über Dr. med. Paul Kretz

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