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Wie messe ich meinen BMI?

Ihren BMI messen Sie, indem Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm und Ihre Körpergröße in Metern erfassen und dann das Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilen. Die Formel lautet: BMI = kg / m². Der BMI ist eine einfache Orientierungshilfe, um das Verhältnis von Gewicht zu Größe einzuordnen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose.

Für erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren können Sie dafür direkt den BMI-Rechner für Erwachsene nutzen. Für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren ist dagegen ein eigener BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche sinnvoll, weil der Wert dort alters- und geschlechtsspezifisch bewertet werden muss.

Was brauchen Sie, um Ihren BMI zu messen?

Sie brauchen nur zwei Angaben:

  • Ihr Gewicht in Kilogramm
  • Ihre Körpergröße in Metern

Mehr ist für die reine Berechnung zunächst nicht nötig. Alter und Geschlecht gehen bei Erwachsenen nicht direkt in die Formel ein. Sie können aber für die spätere Einordnung des Ergebnisses wichtig sein.

So messen Sie Ihren BMI Schritt für Schritt

1. Gewicht möglichst korrekt messen

Wiegen Sie sich am besten morgens nach dem Aufstehen und nach dem Toilettengang, möglichst ohne Schuhe und mit leichter Kleidung oder ohne Kleidung. So erhalten Sie einen Wert, der weniger von Mahlzeiten, Kleidung oder Tagesverlauf beeinflusst ist.

Wichtig ist vor allem, dass Sie sich immer unter ähnlichen Bedingungen wiegen. Dann lassen sich Veränderungen besser vergleichen.

2. Körpergröße richtig messen

Stellen Sie sich barfuß mit geradem Rücken an eine Wand. Die Fersen sollten möglichst nah an der Wand stehen. Blicken Sie geradeaus, sodass Ihr Kopf in natürlicher Position bleibt. Messen Sie vom Boden bis zum höchsten Punkt des Kopfes.

Wenn Sie Ihre Größe nur schätzen, kann das den BMI spürbar verfälschen. Schon wenige Zentimeter Unterschied verändern das Ergebnis.

3. BMI berechnen

Die Formel lautet:

BMI = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Metern × Körpergröße in Metern)

Ein Beispiel: Sie wiegen 68 Kilogramm und sind 1,70 Meter groß.

1,70 × 1,70 = 2,89
68 / 2,89 = 23,5

Ihr BMI beträgt dann 23,5.

Wenn Sie die Formel lieber automatisch anwenden möchten, hilft Ihnen der BMI-Rechner für Erwachsene. Mehr zur Rechenweise finden Sie auch in den Beiträgen Wie berechnet man den BMI? und Was ist der BMI und wie wird er berechnet?.

Wie wird der BMI bei Erwachsenen eingeordnet?

Für Erwachsene werden BMI-Werte meist so bewertet:

BMI-Wert Einordnung
unter 18,5 Untergewicht
18,5 bis 24,9 Normalgewicht
25,0 bis 29,9 Übergewicht
ab 30,0 Adipositas

Diese Einteilung ist nützlich für eine erste Orientierung. Sie sagt aber nicht allein aus, ob Sie gesund oder krank sind. Der BMI ist ein Screening-Wert und keine Diagnose.

Häufige Fehler beim Messen des BMI

Der BMI ist einfach, aber kleine Messfehler können das Ergebnis verzerren. Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • Gewicht nur geschätzt statt tatsächlich gemessen
  • Körpergröße zu hoch oder zu niedrig angegeben
  • Größe in Zentimetern statt in Metern eingesetzt
  • Rechenfehler beim Quadrieren der Körpergröße
  • Ein einzelner BMI-Wert wird überbewertet, obwohl der gesundheitliche Gesamtzustand wichtiger ist

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie korrekt vorgehen, kann auch der Beitrag Wie misst man den BMI richtig? hilfreich sein.

Wann ist der BMI nur eingeschränkt aussagekräftig?

Der BMI ist praktisch, hat aber Grenzen. Er unterscheidet nicht zwischen Fettmasse und Muskelmasse und sagt nichts darüber aus, wo Fett im Körper gespeichert ist. Deshalb kann er in bestimmten Situationen nur eingeschränkt aussagekräftig sein.

  • Sehr muskulöse Menschen: Ein hoher BMI kann durch viel Muskelmasse entstehen und nicht durch zu viel Körperfett.
  • Ältere Menschen: Weniger Muskelmasse und Veränderungen der Körperzusammensetzung können die Aussagekraft beeinflussen.
  • Schwangere: Der BMI ist in der Schwangerschaft nur begrenzt für die aktuelle Gewichtsbewertung geeignet.
  • Kinder und Jugendliche: Hier reicht die Erwachseneneinteilung nicht aus. Alter und Geschlecht müssen berücksichtigt werden.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist deshalb ein eigener BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche sinnvoll. Für die Altersgruppe von 1 bis 18 Jahren muss der BMI alters- und geschlechtsspezifisch interpretiert werden.

Wenn Sie mehr über die Grenzen des BMI erfahren möchten, lesen Sie auch Wie aussagekräftig ist der BMI? und Wie beeinflusst die Körpergröße den BMI?.

Wann sollten Sie ärztlichen Rat einholen?

Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll, wenn Ihr BMI deutlich im Bereich von Untergewicht oder Adipositas liegt, wenn sich Ihr Gewicht ungewollt verändert oder wenn Beschwerden wie Müdigkeit, Atemnot, Kreislaufprobleme oder Essprobleme dazukommen. Auch Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schilddrüsenprobleme sollten bei der Einordnung berücksichtigt werden.

Der BMI kann ein guter erster Anhaltspunkt sein, ersetzt aber keine individuelle ärztliche Beurteilung Ihres Ernährungszustands oder Gesundheitsrisikos.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

Weiterführende Artikel

Diese Beiträge helfen Ihnen, den BMI besser zu verstehen und richtig einzuordnen:

Quellen und medizinische Referenzen

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Medizinisch geprüft von Dr. med. Paul Kretz
Facharzt für Innere Medizin

Dr. med. Paul Kretz ist Facharzt für Innere Medizin mit langjähriger Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Übergewicht, Adipositas, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und weiteren Stoffwechselstörungen. Als diabetologisch qualifizierter Hausarzt beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Themen rund um Gewicht, Stoffwechsel und internistische Risikofaktoren.
Mehr über Dr. med. Paul Kretz

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