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Welcher BMI ist normal?

Für die meisten Erwachsenen gilt ein BMI von 18,5 bis 24,9 als normal. Dieser Bereich wird meist als Normalgewicht oder gesunder Gewichtsbereich bezeichnet. Wichtig ist aber: Der BMI ist nur eine Orientierungshilfe und keine Diagnose. Ob ein BMI-Wert für Sie persönlich passend ist, hängt auch von Alter, Muskelmasse, Gesundheitszustand und Lebenssituation ab.

Wenn Sie Ihren Wert schnell prüfen möchten, können Sie den BMI-Rechner für Erwachsene nutzen. Er ist für erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren geeignet. Für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren ist dagegen ein eigener BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche sinnvoll, weil der BMI dort alters- und geschlechtsspezifisch eingeordnet werden muss.

Welcher BMI ist bei Erwachsenen normal?

Bei Erwachsenen wird der BMI in feste Bereiche eingeteilt. Für die meisten Menschen ab 18 Jahren liegt ein normaler BMI zwischen 18,5 und 24,9. Darunter spricht man von Untergewicht, darüber von Übergewicht oder Adipositas.

BMI-Wert Einordnung
unter 18,5 Untergewicht
18,5 bis 24,9 Normalgewicht
25,0 bis 29,9 Übergewicht
ab 30,0 Adipositas

Diese Einteilung ist praktisch, weil sie eine schnelle erste Orientierung bietet. Sie sagt aber nicht allein aus, ob Sie gesund sind oder ob ein Behandlungsbedarf besteht. Der BMI ist ein einfacher Richtwert, der immer im Zusammenhang mit Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand gesehen werden sollte.

Wie wird der BMI berechnet?

Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.

BMI = Gewicht (kg) / Körpergröße (m × m)

Ein Beispiel: Eine Person wiegt 70 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß.

1,75 × 1,75 = 3,0625
70 / 3,0625 = 22,9

Der BMI beträgt in diesem Beispiel 22,9 und liegt damit im Normalbereich. Wenn Sie die Berechnung genauer nachvollziehen möchten, helfen auch die Beiträge Wie berechnet man den BMI? und Wie wird der BMI berechnet?.

Was bedeutet „normal“ beim BMI eigentlich?

Ein normaler BMI bedeutet, dass Ihr Körpergewicht im Verhältnis zu Ihrer Körpergröße im Bereich liegt, der bei Erwachsenen üblicherweise als gesundheitlich günstig gilt. Das heißt aber nicht, dass automatisch alles unauffällig ist. Auch Menschen mit normalem BMI können gesundheitliche Risiken haben, zum Beispiel durch wenig Bewegung, hohe Fettansammlung am Bauch, Bluthochdruck oder Stoffwechselprobleme.

Umgekehrt bedeutet ein BMI knapp über 25 nicht automatisch, dass bereits eine Erkrankung vorliegt. Der BMI ist deshalb besonders gut für eine erste Einordnung geeignet, aber nicht für die alleinige Beurteilung Ihrer Gesundheit. Wenn Sie dazu mehr wissen möchten, lesen Sie auch Was ist ein normaler BMI? und Was ist ein gesunder BMI?.

Ist ein normaler BMI für Frauen und Männer gleich?

Die üblichen BMI-Grenzwerte für Erwachsene gelten grundsätzlich sowohl für Frauen als auch für Männer. Ein normaler BMI liegt also bei beiden Geschlechtern im Bereich von 18,5 bis 24,9. Trotzdem kann derselbe BMI je nach Körperzusammensetzung unterschiedlich zu bewerten sein.

Frauen und Männer unterscheiden sich im Durchschnitt unter anderem in Muskelmasse, Fettverteilung und Körperbau. Deshalb kann ein identischer BMI bei zwei Menschen gesundheitlich nicht genau dasselbe bedeuten. Wenn Sie gezielt nach geschlechtsspezifischen Einordnungen suchen, sind auch die Beiträge Was ist ein normaler BMI bei Frauen? und Was ist ein normaler BMI bei Männern? hilfreich.

Gilt der normale BMI auch für Kinder und Jugendliche?

Nein. Bei Kindern und Jugendlichen kann man nicht einfach dieselben Grenzwerte wie bei Erwachsenen anwenden. Zwar wird der BMI auch hier aus Gewicht und Größe berechnet, die Einordnung erfolgt aber immer alters- und geschlechtsspezifisch. Das liegt daran, dass sich Körperbau, Wachstum und Entwicklung in diesen Lebensphasen laufend verändern.

Für diese Altersgruppe ist deshalb der BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche besser geeignet. Er ist für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren gedacht und berücksichtigt, dass ein BMI bei jungen Menschen nur im Vergleich mit passenden Referenzwerten sinnvoll beurteilbar ist.

Wann ist der BMI nur eingeschränkt aussagekräftig?

Auch wenn der BMI im Normalbereich liegt, sagt er nicht alles über Ihre Gesundheit aus. Der Wert unterscheidet nicht zwischen Fettmasse und Muskelmasse und berücksichtigt nicht, wo Körperfett gespeichert ist. Deshalb kann er in bestimmten Situationen nur eingeschränkt aussagekräftig sein.

  • Sehr muskulöse Menschen: Der BMI kann höher ausfallen, obwohl kein gesundheitlich relevantes Übergewicht vorliegt.
  • Ältere Erwachsene: Weniger Muskelmasse kann die Aussagekraft verändern.
  • Schwangere: Der BMI ist in der Schwangerschaft nur begrenzt für die aktuelle Gewichtsbewertung geeignet.
  • Kinder und Jugendliche: Hier ist eine alters- und geschlechtsspezifische Bewertung zwingend nötig.

Gerade bei älteren Menschen kann auch ein BMI im Normalbereich einen Muskelabbau oder einen ungewollten Gewichtsverlust überdecken. Deshalb sollte der Wert immer zusammen mit anderen Faktoren betrachtet werden, zum Beispiel Taillenumfang, körperlicher Leistungsfähigkeit, Begleiterkrankungen und Gewichtsverlauf.

Ist ein BMI im Normalbereich automatisch gesund?

Nicht unbedingt. Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 ist zwar für die meisten Erwachsenen ein günstiger Bereich, aber er ist kein Beweis für Gesundheit. Auch bei normalem BMI können Risiken bestehen, etwa bei wenig Bewegung, Rauchen, hohem Bauchumfang, ungünstigen Blutwerten oder chronischen Erkrankungen.

Umgekehrt muss ein BMI außerhalb des Normalbereichs nicht immer dieselbe Bedeutung haben. Deshalb sollte der BMI nicht isoliert betrachtet werden. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Wert für Sie persönlich passend ist, kann eine ärztliche Einordnung sinnvoll sein. Mehr zur Aussagekraft lesen Sie im Artikel Wie aussagekräftig ist der BMI?.

Wann sollten Sie ärztlichen Rat einholen?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Ihr BMI deutlich unter oder über dem Normalbereich liegt, wenn Sie ungewollt Gewicht verlieren oder zunehmen oder wenn Beschwerden wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Essprobleme, Kreislaufbeschwerden oder Stoffwechselerkrankungen dazukommen. Auch bei Schwangerschaft, höherem Alter oder chronischen Krankheiten sollte der BMI nicht isoliert beurteilt werden.

Der BMI ist also ein nützlicher Startpunkt, aber keine vollständige Beurteilung des Ernährungs- oder Gesundheitszustands.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

Weiterführende Artikel

Diese Beiträge helfen Ihnen, den normalen BMI und seine Grenzen besser einzuordnen:

Quellen und medizinische Referenzen

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Medizinisch geprüft von Dr. med. Paul Kretz
Facharzt für Innere Medizin

Dr. med. Paul Kretz ist Facharzt für Innere Medizin mit langjähriger Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Übergewicht, Adipositas, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und weiteren Stoffwechselstörungen. Als diabetologisch qualifizierter Hausarzt beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Themen rund um Gewicht, Stoffwechsel und internistische Risikofaktoren.
Mehr über Dr. med. Paul Kretz

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