Der BMI bei Frauen wird genauso berechnet wie bei Männern: Sie teilen das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Die Formel lautet also: BMI = Gewicht (kg) / Größe (m²). Für erwachsene Frauen gibt es keine eigene BMI-Formel. Wichtig ist aber: Der BMI ist eine Orientierungshilfe und keine Diagnose.
Wenn Sie Ihren Wert direkt berechnen möchten, können Sie den BMI-Rechner für Erwachsene nutzen. Er ist für erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren geeignet und hilft bei einer schnellen ersten Einordnung. Offizielle BMI-Rechner für Erwachsene sind für Erwachsene gedacht und nicht für Kinder oder Jugendliche.
Gibt es für Frauen eine andere BMI-Formel?
Nein. Der Body-Mass-Index wird bei erwachsenen Frauen mit derselben Grundformel berechnet wie bei anderen Erwachsenen. Der BMI ist eine rechnerische Beziehung zwischen Gewicht und Größe. Er wird im Gesundheitswesen als Screening-Maß verwendet, also als erster Hinweis darauf, ob das Gewicht näher eingeordnet werden sollte.
Viele Menschen vermuten, dass es wegen Unterschieden in Körperbau, Fettverteilung oder Hormonhaushalt eine eigene Formel für Frauen geben müsse. Das ist jedoch nicht so. Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind eher für die medizinische Bewertung wichtig, nicht für die mathematische Berechnung selbst. Deshalb bleibt die Formel gleich, auch wenn der BMI nicht alle körperlichen Besonderheiten abbildet.
So wird der BMI bei Frauen Schritt für Schritt berechnet
Für die Berechnung brauchen Sie nur zwei Angaben:
- Ihr Körpergewicht in Kilogramm
- Ihre Körpergröße in Metern
BMI = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Metern × Körpergröße in Metern)
So gehen Sie vor:
- Wiegen Sie sich und notieren Sie Ihr Gewicht in Kilogramm.
- Messen Sie Ihre Körpergröße in Metern.
- Multiplizieren Sie Ihre Körpergröße mit sich selbst.
- Teilen Sie Ihr Gewicht durch dieses Ergebnis.
Beispielrechnung
Eine Frau wiegt 68 Kilogramm und ist 1,68 Meter groß.
- 1,68 × 1,68 = 2,8224
- 68 ÷ 2,8224 = 24,1
Der BMI beträgt in diesem Beispiel also 24,1. Wenn Sie die Grundlagen der Rechnung noch genauer verstehen möchten, helfen auch Wie berechnet man den BMI? und Wie wird der BMI berechnet?. Die offizielle Formel lautet ebenfalls Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat.
Wie wird der BMI bei erwachsenen Frauen eingeordnet?
Für erwachsene Frauen gelten bei der üblichen BMI-Einteilung dieselben Grenzwerte wie für andere Erwachsene. Diese Einordnung dient der groben medizinischen Orientierung.
| BMI-Wert | Einordnung bei erwachsenen Frauen |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 bis 29,9 | Übergewicht |
| ab 30,0 | Adipositas |
Ein BMI von 24,1 liegt also im Bereich des Normalgewichts. Ein BMI von 27 fällt in den Bereich Übergewicht, ein BMI von 17 in den Bereich Untergewicht. Diese Kategorien helfen bei einer ersten Einschätzung, sagen aber noch nicht alles über Ihre individuelle Gesundheit aus. Mehr dazu lesen Sie auch in Was bedeutet der BMI Wert? und Was sagt der BMI aus?.
Was ist bei Frauen zusätzlich wichtig?
Auch wenn die Formel identisch ist, sollte die Einordnung bei Frauen nicht nur auf der Zahl beruhen. Der BMI ist laut WHO ein Ersatzmaß für Körperfett und laut CDC ein Screening-Maß. Er misst also nicht direkt den Körperfettanteil und zeigt auch nicht, wo Fett im Körper verteilt ist. Gerade die Fettverteilung, etwa im Bauchbereich, kann für das Gesundheitsrisiko zusätzlich wichtig sein.
Deshalb ist es sinnvoll, den BMI zusammen mit weiteren Faktoren zu betrachten, zum Beispiel mit dem Taillenumfang, dem Blutdruck, dem Blutzucker, den Blutfetten, der körperlichen Aktivität und bestehenden Beschwerden. Nach dem NHS-Ergebnis kann bei Erwachsenen zusätzlich die Messung der Taille sinnvoll sein, um Bauchfett besser einzuschätzen.
Besondere Vorsicht in der Schwangerschaft
Bei Frauen ist ein Punkt besonders wichtig: Während der Schwangerschaft sollte der übliche BMI für Erwachsene nicht einfach normal weiterverwendet werden. Der NHS-Erwachsenenrechner ist ausdrücklich nicht für Schwangere gedacht. In der Schwangerschaft spielen andere medizinische Fragen eine Rolle, und das Gewicht verändert sich auf natürliche Weise. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollte die Einordnung deshalb ärztlich oder im Rahmen der Vorsorge erfolgen.
Wo liegen die Grenzen des BMI bei Frauen?
Die Grenzen sind im Grunde dieselben wie bei anderen Erwachsenen. Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fettmasse, Muskelmasse, Knochenmasse und Wasseranteil. Eine sportliche oder sehr muskulöse Frau kann deshalb einen höheren BMI haben, ohne einen ungünstig hohen Körperfettanteil zu besitzen. Umgekehrt kann ein BMI im Normalbereich nicht garantieren, dass Stoffwechsel, Blutdruck oder Fettverteilung unauffällig sind.
Zusätzlich kann der BMI bei älteren Frauen weniger aussagekräftig sein, wenn Muskelmasse abnimmt. Genau deshalb sollte der BMI immer als Orientierung verstanden werden und nicht als vollständiges Gesundheitsurteil. Wenn Sie sich dafür näher interessieren, helfen auch Wie aussagekräftig ist der BMI? und Wann ist der BMI nicht aussagekräftig?.
Gilt das auch für Mädchen und junge Frauen unter 18?
Die Formel ist bei Kindern und Jugendlichen zwar grundsätzlich dieselbe, die Bewertung aber nicht. Bei Minderjährigen muss der BMI immer alters- und geschlechtsspezifisch interpretiert werden. Erwachsene Grenzwerte dürfen dafür nicht einfach übernommen werden. Für diese Altersgruppe ist der BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche sinnvoll. Er ist für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren gedacht und berücksichtigt die passende Einordnung nach Alter und Geschlecht.
Wann sollten Frauen den BMI ärztlich besprechen?
Eine medizinische Einschätzung ist besonders sinnvoll, wenn Ihr BMI deutlich im Bereich von Untergewicht oder Adipositas liegt oder wenn zusätzliche Beschwerden bestehen. Das gilt zum Beispiel bei ungewolltem Gewichtsverlust, schneller Gewichtszunahme, starker Müdigkeit, Atemnot, Essproblemen oder bekannten Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schilddrüsenstörungen. Der BMI ist dann ein sinnvoller Startpunkt, aber keine ausreichende Beurteilung Ihrer Gesamtsituation.
Fazit
Der BMI wird bei Frauen mit derselben Formel berechnet wie bei anderen Erwachsenen: Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Es gibt also keine eigene BMI-Formel nur für Frauen. Für die gesundheitliche Einordnung reicht der Wert allein aber nicht aus, vor allem nicht in besonderen Lebensphasen wie der Schwangerschaft. Am nützlichsten ist der BMI deshalb als erster Richtwert, der zusammen mit weiteren Gesundheitsfaktoren betrachtet wird.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Weiterführende Artikel
Diese Beiträge helfen Ihnen, die BMI-Berechnung und die Einordnung bei Frauen noch besser zu verstehen:
- Wie berechnet man den BMI bei Frauen?
- Was ist ein normaler BMI bei Frauen?
- Was ist ein guter BMI für Frauen?
- Wie hoch sollte der BMI bei Frauen sein?
- Wie aussagekräftig ist der BMI?
Quellen und medizinische Referenzen
- Centers for Disease Control and Prevention (CDC): About Body Mass Index (BMI)
- Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Calculating BMI
- Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Adult BMI Categories
- World Health Organization (WHO): Obesity and overweight
- NHS: Calculate your body mass index (BMI) for adults
- NHS: Calculate body mass index (BMI) for children and teenagers







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