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Was bedeutet BMI 40?

Ein BMI von 40 bedeutet bei Erwachsenen, dass der Wert im Bereich der Adipositas Grad 3 liegt. Dieser Bereich wird auch als schwere Adipositas bezeichnet. Ein BMI von 40 ist medizinisch wichtig, weil mit zunehmendem BMI bestimmte gesundheitliche Risiken häufiger werden können. Trotzdem gilt: Der BMI ist eine Orientierungshilfe und keine Diagnose.

Wenn Sie Ihren Wert direkt prüfen oder nachrechnen möchten, können Sie den BMI-Rechner für Erwachsene nutzen. Er ist für erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren geeignet und hilft bei einer ersten Einordnung des Ergebnisses.

Wie wird ein BMI von 40 eingeordnet?

Der BMI, also der Body-Mass-Index, setzt Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis. Für Erwachsene werden BMI-Werte üblicherweise so eingeteilt: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25,0 bis 29,9 Übergewicht und ab 30 Adipositas. Ab 40 beginnt nach der gebräuchlichen Einteilung die Adipositas Grad 3 beziehungsweise Class 3 Obesity, die von einigen Gesundheitsdiensten auch als schwere Adipositas bezeichnet wird.

BMI-Wert Einordnung
unter 18,5 Untergewicht
18,5 bis 24,9 Normalgewicht
25,0 bis 29,9 Übergewicht
30,0 bis 34,9 Adipositas Grad 1
35,0 bis 39,9 Adipositas Grad 2
ab 40,0 Adipositas Grad 3 / schwere Adipositas

Ein BMI von 40 liegt also nicht nur oberhalb des Bereichs Übergewicht, sondern deutlich im oberen Adipositasbereich. Das heißt nicht automatisch, dass bereits schwere Folgeerkrankungen bestehen. Es bedeutet aber, dass eine sorgfältige medizinische Einordnung sinnvoll ist.

Was bedeutet BMI 40 für die Gesundheit?

Ein BMI von 40 kann mit einem deutlich erhöhten Risiko für verschiedene gesundheitliche Probleme verbunden sein. Offizielle Gesundheitsquellen nennen unter anderem Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Arthrose und Schlafapnoe als mögliche Begleiterkrankungen von Übergewicht und Adipositas. Das Risiko steigt im Allgemeinen mit dem Ausmaß des Übergewichts und der Dauer, über die es besteht.

Wichtig ist aber: Ein BMI von 40 allein beweist keine bestimmte Krankheit. Manche Menschen haben trotz eines hohen BMI weniger Beschwerden als andere. Umgekehrt können bereits Begleiterkrankungen bestehen, bevor sie deutlich spürbar werden. Deshalb sollte der Wert immer zusammen mit weiteren Faktoren betrachtet werden, zum Beispiel mit Blutdruck, Blutzucker, Blutfetten, dem Taillenumfang, der körperlichen Belastbarkeit und der bisherigen Gewichtsentwicklung.

Was der BMI 40 nicht aussagt

Der BMI ist praktisch, aber begrenzt. Er misst nicht direkt den Körperfettanteil und zeigt auch nicht, wo Fett im Körper verteilt ist. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt den BMI als Ersatzmaß für die Fettmasse und weist darauf hin, dass zusätzliche Messungen wie der Taillenumfang die Beurteilung von Adipositas verbessern können. Genau deshalb sollte ein BMI von 40 nie als vollständiges Gesundheitsurteil verstanden werden.

Außerdem unterscheidet der BMI nicht zwischen Fettmasse, Muskelmasse, Knochenmasse und Wasseranteil. Bei sehr muskulösen Menschen kann der BMI daher zu hoch erscheinen. Bei älteren Erwachsenen kann ein BMI allein wichtige Veränderungen wie Muskelabbau überdecken. In der Schwangerschaft ist der BMI ebenfalls nur eingeschränkt geeignet, um die individuelle Situation zu bewerten. Mehr zu diesen Grenzen finden Sie auch in Wie aussagekräftig ist der BMI? und Wann ist der BMI nicht aussagekräftig?.

Ist BMI 40 immer gefährlich?

Ein BMI von 40 ist medizinisch ernst zu nehmen, aber die individuelle Gefährdung hängt nicht nur von dieser Zahl ab. Entscheidend sind zusätzliche Warnzeichen wie Atemnot, starke Erschöpfung, Schlafprobleme, deutliche Einschränkungen im Alltag, Gelenkbeschwerden, Bluthochdruck oder auffällige Stoffwechselwerte. Auch die Frage, ob das Gewicht schon lange besteht oder rasch angestiegen ist, spielt eine Rolle.

Gerade weil BMI 40 auf schwere Adipositas hinweist, ist eine ärztliche Einschätzung häufig sinnvoll. Das gilt besonders dann, wenn bereits bekannte Erkrankungen vorliegen oder wenn Sie merken, dass das Gewicht Ihre Lebensqualität oder körperliche Belastbarkeit deutlich beeinträchtigt. Ergänzend hilfreich sind auch diese Beiträge: Was ist BMI 40?, BMI über 40 – was tun? und Ab wann ist BMI gefährlich?.

Wann sollten Sie ärztlichen Rat suchen?

Bei einem BMI von 40 ist ein Arztgespräch besonders sinnvoll, wenn zusätzlich Beschwerden oder Risikofaktoren bestehen. Dazu gehören zum Beispiel Bluthochdruck, erhöhte Blutzuckerwerte, Atemnot, starke Müdigkeit, Schlafapnoe, Schmerzen in Knie oder Rücken oder eine deutliche Gewichtszunahme in kurzer Zeit. Eine ärztliche Abklärung hilft, mögliche Begleiterkrankungen zu erkennen und die Situation realistisch einzuordnen.

Gilt diese Einordnung auch für Kinder und Jugendliche?

Nein. Bei Kindern und Jugendlichen darf ein BMI von 40 nicht einfach nach Erwachsenen-Grenzwerten bewertet werden. In dieser Altersgruppe ist immer eine alters- und geschlechtsspezifische Einordnung nötig, weil sich der Körper noch im Wachstum befindet. Für diese Altersgruppe ist der BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche gedacht. Er ist für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren ausgelegt und berücksichtigt die passende Interpretation.

Fazit

Ein BMI von 40 bedeutet bei Erwachsenen schwere Adipositas beziehungsweise Adipositas Grad 3. Der Wert ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass das Körpergewicht im Verhältnis zur Größe deutlich erhöht ist und gesundheitliche Risiken häufiger auftreten können. Gleichzeitig sagt der BMI allein weder alles über Ihre Körperzusammensetzung noch über Ihre persönliche Gesundheit aus. Am sinnvollsten ist BMI 40 daher als Anlass, die Situation medizinisch einordnen zu lassen und zusätzliche Faktoren wie Bauchumfang, Begleiterkrankungen und Beschwerden mitzuberücksichtigen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Weiterführende Artikel

Diese Beiträge helfen Ihnen, einen BMI von 40 besser zu verstehen und einzuordnen:

Quellen und medizinische Referenzen

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Medizinisch geprüft von Dr. med. Paul Kretz
Facharzt für Innere Medizin

Dr. med. Paul Kretz ist Facharzt für Innere Medizin mit langjähriger Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Übergewicht, Adipositas, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und weiteren Stoffwechselstörungen. Als diabetologisch qualifizierter Hausarzt beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Themen rund um Gewicht, Stoffwechsel und internistische Risikofaktoren.
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